Schnuller abgewöhnen – So klappt´s

Babys nutzen den Schnuller, um ihr Saugbedürfnis zu befriedigen, wodurch sie sich in schwierigen Situationen leichter beruhigen oder am Abend besser in den Schlaf finden können. Jedoch kann ein zu häufiger Gebrauch des Schnullers nach dem zweiten Lebensjahr zu Zahnfehlstellungen sowie einer verzögerten Sprachentwicklung führen. Wie kann man aber den Nachwuchs dazu bewegen, sich von seinem liebgewonnenen „Schnulli“ zu trennen?

Schrittweise Entwöhnung

Um eine belastende Verlusterfahrung zu vermeiden, sollten Eltern keinesfalls ihrem Kind den Schnuller einfach wegnehmen. Im Idealfall entscheidet das Kind zu einem bestimmten Zeitpunkt selbst, dass es den Nuckel nicht mehr benötigt. Bei einer schrittweisen Entwöhnung erhält das Kleinkind den Schnuller nur noch sehr „dosiert“, also beispielsweise lediglich zum Einschlafen oder bei Krankheit. Auch verkürzt man nach und nach die „Nuckel-Zeiten“ und achtet darauf, dass der Schnuller sich ansonsten außerhalb der Reichweite und des Sichtfeldes des Kindes befindet. Sollte ein Kind in bestimmten Situationen trotzdem vehement nach seinem Sauger verlangen, so versucht man, es mit Kuscheln oder einem Spielangebot abzulenken. Vielleicht akzeptiert es alternativ auch ein Schmusetuch oder -tier? Im Übrigen empfiehlt es sich, die Entwöhnungsphase entspannt zu gestalten. Selbst wenn ein Kind noch bis zu seinem vierten Geburtstag den Schnuller für einige Minuten vor dem Einschlafen benötigt, schadet dies in der Regel weder seiner Entwicklung noch seiner Gesundheit.

Kieferschonende Entwöhnungsschnuller

In Apotheken und Zahnarztpraxen werden auch spezielle Entwöhnungsschnuller angeboten: Diese sind so geformt, dass sich kein Fremdkörper zwischen den Schneidezähnen befindet, wodurch sich das Kiefer optimal entwickeln kann. Die gegenüber dem gewohnten Schnuller veränderte Haptik führt darüber hinaus nicht selten dazu, dass die Kinder aus eigenen Stücken auf ihren Nuckel verzichten.

Besuch der Schnullerfee

Eine sehr beliebte Entwöhnungsvariante stellt ein Besuch der „Schnullerfee“ dar. Nach Absprache mit dem Kind und einigen vorbereitenden Gesprächen holt die „Fee“ den Schnuller eines Nachts ab und lässt im Gegenzug ein Geschenk zurück, bei dem es sich im besten Fall um einen bereits lange gehegten Wunsch des Kindes handelt. Oder träumt es vielleicht eher von einem Zoo- oder Freizeitparkbesuch? Gerade in Süddeutschland übernehmen auch häufig der Nikolaus oder das Christkind die Aufgabe der „Schnullerfee“.

Stück für Stück

Eine weitere Methode zur Schnuller-Entwöhnung besteht darin, den „Liebling“ des Kindes Stück für Stück „verschwinden“ zu lassen: Im Abstand von einigen Tagen schneidet man immer wieder einige Millimeter des Saugers ab, bis die Kinder den verbliebenen Rest von sich aus ablehnen.

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