Wertvolle Nähtipps für Einsteiger

Früher waren die Hobbys wie Nähen und Stricken eher auf den Steckbriefen älterer Damen zu finden. Heute, in einer Zeit, in der Individualität heiß begehrt ist, ist es auch für viele junge Leute und Mütter eine regelrechte Leidenschaft geworden. Eigene Kleider herzustellen, die in Form und Farben ganz dem eigenen Geschmack entsprechen macht einfach Freude. Gerade die Kleinsten bekommen im Augenblick von vielen Eltern maßgeschneiderte Mode. An Kleidungsstücke für Erwachsene traut sich die große Masse aber häufig nicht so recht heran. Deshalb gibt’s von uns ein paar Wertvolle Tipps für den Einstieg in das Nähen von Kleidern auch in größeren Größen als 50 bis 104.

Wo bekommt man schöne Stoffe her?

Onlineshops

  • DaWanda
    Der wohl bekannteste Online-Shop für Stoffe, Zubehör und fertige selbstgemachte Kleider ist DaWanda. Er bietet unzählige Stoffe die alle nur erdenklichen Kreationen möglich machen. Man stößt allein auf über 16.000 verschiedene Stoffe, die sich durch Ihre Zusammensetzung, Verarbeitung, Farbe und Muster unterscheiden. Egal ob besonders geschmeidige Stoffe oder solche mit einer hohen Elastizität gesucht werden, dort wird man schnell fündig. Cord, Leinen, Denim, Futterstoffe, Jersey-Rippstoffe, hier gibt es alles was man beim Nähen eines hübschen Sommerkleides bis hin zum Kissenbezug über den warmen Wintermantel zum Nähen braucht.
  • stoff.de
    Auch der Online-Shop von stoff.de hat eine immens große Auswahl an Nähutensilien und -stoffen. 8.000 verschiedene Stoffe bieten unzählige Möglichkeiten für ein neues Outfit, einen ausgefallenen Dekostoff für die nächste Party oder Kinderstoffe zum Nähen von Spielzeug. Hier findet man auch Stoffe wie Leder, Bastelfilz oder wasserabweisende Stoffe damit man seinen Ideen einfach freien Lauf lassen kann.

Fachhandel

Vor einiger Zeit war es noch schwer einen Laden zu finden, in dem es neben altbewährten Stoffen und Mustern auch aktuelle und neue Stoffe zu finden gibt. Mit dem aktuellen Nähtrend werden aber auch diese Läden immer häufiger und stellen sich auf ihren neuen Kundenstamm ein. Neben der Möglichkeit die Stoffe zu sehen und zu spüren, schätzen viele Kunden vorallem den Austausch mit Fachhändlern, die die Ware und ihre Eigenschaften einschätzen können und dementsprechend ausführlich beraten können. Sie haben aufgrund langjähriger Erfahrung oft auch noch viele kleine Tipps und Tricks zu verraten oder können bei Problemen helfen.

IKEA

Wenn man die Stoffe anfassen will bevor man sie kauft, bietet neben dem bekannten Fachhandel auch Ikea eine tolle Auswahl an hinreißenden Mustern. Die Meterware hat ihren ganz eigenen Stil und bietet eine große Auswahl an Farben und Texturen. Nebst den Stoffen findet man bei Ikea auch alles nötige Zubehör wie Garn und Nähmaschinen.

Wie findet man den richtigen Schnitt?

Handwerk und gutes Einschätzungsvermögen sind ohne Frage dringend nötig, wenn man selbst Hand an die Nähmaschine legen will. Perfekt soll es sitzen, außerdem dem persönlichen Stil entsprechen und die Figur aufwerten. Damit das Endergebnis auch vollkommen zufriedenstellend wird, gibt es ein paar Tricks die es zu beachten gilt.

Stoffauswahl

Der erste Tipp beginnt schon bei der Auswahl der Stoffe, denn nicht jeder Stoff passt zu jedem Schnitt. Das hängt ganz von der Beschaffenheit des Materials ab. Grund dafür ist das Gewicht des Stoffes und die Art und Weise wie dieser beim Tragen “fällt“.

Schnittauswahl

Nicht jeder Schnitt passt zu jedem Typ. Bevor man also wild drauf los schneidert, sollte man sicher sein, dass der Schnitt der Person die das Kleidungsstück anschließend tragen soll auch passt. Ganz einfache Lösung zum Problem: Bereits vorhandene Kleidung als Basis nehmen und den Grundriss davon übernehmen. Es hilft auch festzustellen ob man ein  A-, H-, O-, V- und die X-Typ ist und dementsprechende Modetipps einholt. Zierlich gebaute Frauen könnne durch gut durchdachte Schnitte Oberweite und Hüften betonen und kurvigere Frauen können Problemzonen kaschieren.

Wie kann man selbst Schnitte erstellen?

Zum Erstellen von eigenen Schnittmustern braucht man:

  • Pergament- oder Packpapier
  • Altes Kleidungsstück als Muster
  • Bleistift
  • Schere
  • Bügeleisen
  • Nahtauftrenner

Ein gut sitzendes Kleidungsstück aus dem eigenen Kleiderschrank ist sehr zu empfehlen, wenn man selbst sein Schnittmuster erstellen will. Idealerweise trennt man das zur Grundlage des Schnittmusters benutzte Kleidungsstück mit Hilfe eines Nahtauftrenners auf, um die einzelnen Teile auf das Pergament- oder Packpapier abzupausen. Oft reicht es aus nur eine Hälfte abzutrennen. Bevor es mit dem Abpausen losgehen kann, sollten die einzelnen Teile gebügelt werden, um auch die Nahtzugaben zu glätten. Man sollte ein klares Bild vom End-Kleidungsstück fest vor Augen haben und wissen welche Details von der Vorlage abweichen sollen, wie zum Beispiel ein zusätzlicher Kragen oder kürzere Ärmel etc. Anschließend können die einzelnen Teile mit einem Bleistift abgepaust werden. Erst dann werden alle zu ändernden Details mit dem Bleistift hinzugefügt. Nachdem man die Teile dann sorgfältig ausgeschnitten hat, kann es auch schon ans zusammennähen gehen.

Hat man Geschick im Nähen lohnt sich nach einer Weile auch eine Schneiderpuppe, die man idealerweise direkt nach seinen Maßen anfertigen kann (man kann beispielsweie hier die Schneiderpuppe günstig kaufen). So kann man auch ohne Schnittvorlagen Kleidungsstücke entwerfen und direkt an der Puppe anpassen.  Viele Schneiderpuppen sind in den Größen auch variierbar, natürlich aber dann auch etwas kostenintensiver.

Kein Meister fällt vom Himmel

Auch beim Nähen gilt “Übung macht den Meister“. Und Fehler werden sich besonders bei Anfängern ganz bestimmt einschleichen. Dann heißt es einfach nicht den Mut und die Geduld verlieren, auftrennen und von vorne beginnen.

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