Taschengeld für Teenager – Wie viel ist in Ordnung?

Obwohl die Zahlung von Taschengeld eine freiwillige Leistung der Eltern darstellt, erhalten doch etwa zwei Drittel der 13- bis 18-jährigen diese regelmäßige monetäre Zuwendung.

Warum ist Taschengeld sinnvoll?

Durch das selbstbestimmte Verfügen über einen bestimmten und begrenzten Betrag erlernen Kinder den verantwortlichen Umgang mit Geld. Sie erhalten die Chance, ein Gefühl für Preise und den Wert von Konsumgütern zu entwickeln. Sie üben, wie man die verfügbare Summe einteilen oder sparen kann und lernen außerdem zu verzichten, was besonders in einer Konsumgesellschaft eine elementare Erfahrung darstellt. Darüber hinaus haben die Kinder die Möglichkeit, Eigenverantwortung zu trainieren. Ebenso schult die Erkenntnis, dass Geld nicht in unbegrenztem Maße verfügbar ist, die Achtsamkeit gegenüber materiellen Dingen, wie z. B. Kleidung oder Schulmaterialien.

Verlässliche Auszahlung des Taschengeldes

Eltern sollten stets den vereinbarten Auszahlungstermin – ohne Erinnerung durch den Nachwuchs – einhalten. Auch handelt es sich beim Taschengeld um eine Zuwendung, welche unabhängig von Zensuren oder dem Verhalten des Kindes erfolgt: Taschengeld sollte weder als Belohnung noch als Druckmittel fungieren. Ebenso raten Experten dringend davon ab, hin und wieder den Kindern zusätzlich etwas zuzustecken, da dies die oben beschriebenen Lerneffekte signifikant schmälern würde. Bei der Verwendung des Taschengeldes sollten Eltern ihren Sprösslingen dagegen freie Hand lassen, sich mit Kritik zurückhalten und nur in Extremfällen steuernd eingreifen.

Wieviel Taschengeld ist sinnvoll?

Eine gute Orientierung bezüglich der Höhe des Taschengeldes bietet die Tabelle der deutschen Jugendämter:

4-5 Jahre     50 Cent pro Woche
6-7 Jahre     1,50 bis 2 Euro pro Woche
8-9 Jahre     2 bis 2,50 Euro pro Woche
10-11 Jahre   13 bis 15 Euro pro Monat
12-13 Jahre   18 bis 20 Euro pro Monat
14-15 Jahre   23 bis 26 Euro pro Monat
16-17 Jahre   32 bis 42 Euro pro Monat
18 Jahre      62 Euro pro Monat

Hierbei handelt es sich lediglich um Richtwerte: So muss jede Familie natürlich immer ihre finanziellen Möglichkeiten sowie die Anzahl der Kinder berücksichtigen. Auch kann es vorkommen, dass sich z. B. aufgrund von Arbeitslosigkeit das Familieneinkommen deutlich reduziert: Dann sollten Eltern offen mit ihren Kindern über die Gründe einer notwendigen Kürzung des Taschengelds sprechen.

Erweitertes Taschengeld für Teenager

Je älter die Jugendlichen werden, desto mehr Selbstständigkeit legen sie in der Regel an den Tag. Daher erweist es sich häufig als sinnvoll, den monatlichen Betrag schrittweise aufzustocken und dafür im Gegenzug zu vereinbaren, dass z. B. die Ausgaben für Kleidung und Schuhe sowie für Schulmaterialien aus diesem Budget bestritten werden müssen. Diese Regelung kann zudem dazu dienen, innerfamiliären Konflikten, beispielsweise über die Notwendigkeit von Kosmetika, vorzubeugen.

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